Galerie

Passfoto von Franz Bielmeier, Düsseldorf im Frühjahr 1977

© Franz Bielmeier

„was soll ich 43 jahre später zu diesem foto sagen? wir waren in der brd die bestgestylten, fantasiebegabtesten und grossmäuligsten vertreter von etwas, das zum zeitpunkt des fotos noch eine nach oben offene provokation darstellte.“

 © Franz Bielmeier, 2020

Polaroidfoto von Jäki Eldorado, Berlin-Schöneberg 1978

© Jäki Eldorado

„Ein weiteres Puzzleteil in meinem Welterorberungsplan durch Selbstbewerbung. Das Polaroid wurde in unserer Wohnung, dem New-Wave-Establishment mit dem Sandfußboden, den Liegestühlen und dem Sonnenschirm, in der Schwerinstrasse in Berlin-Schöneberg erstellt. Der Rest der Wohnung hatte Plastikfolie an die Wand getackert bekommen und Neonröhren-Werbeleuchten zur Erhellung. Wer den Auslöser fürs Polaroid drückte, weiß ich nicht mehr. Die Leuten ginge da ja ein und aus. Selbst Iggy Pop stand eines Abends vor der Tür. Ansonsten gibt es eine Menge darauf zu sehen: ein schwarzer Streifen zur Unkenntlichkeitmachung (im Graphikdesign-Kanon des Punk gern als Referenz genutzt), Hundehalsband (‚I Wanna Be Your Dog‘), Baskenmütze (wie bei Johnny Lydon) und an der Wand ein Plakat für die gar nicht so unbedingt punkige “Baby, Baby”-Single der Vibrators, ein selbstgemachtes Nierenbluten-Plakat (eine weiteres, typisch Berliner Band-Projekt, was nirgendwo hinführte), Sprühdosenfarbflecken und natürlich als Krönung der Eldorado-Schriftzug.“ 

© Jäki Eldorado, 2020

Der zweite Bühnenhintergrund von Der Plan, gemalt von Moritz Reichelt und Milan Kunc, Dispersionsfarbe auf Leinwand, 600 x 400 cm, Düsseldorf 1980

© Moritz Reichelt und Milan Kunc

„Der Bühnenhintergrund für die zweite Plan-Tour muss das größte Bild sein, das ich je gemalt habe. Milan war ja bereits erfahren mit solchen Riesenformaten. So habe ich dann auch nähen gelernt, als ich die Stoffbahnen zusammengenäht habe. Die drei KuKluxKlan-artigen Spitzköpfe waren wohl irgendwie von den Residents beeinflusst, deren Film ‚Third Reich ‚N‘ Roll‘ ich 1979 in einem kleinen Kino in Los Angeles gesehen hatte.“

© Moritz Reichelt, 2020

Mehrere Masterbänder von PVC, Berlin 1977/1978

© Romy Meijer/Raymond Ebert

Passfotos von Peter Stiefermann, der für eine kurze Zeit Bassist von Charley’s Girls war, Düsseldorf Ende der 1970er/Anfang der 1980er Jahre

© Peter Stiefermann 

„peter ‚fatzke‘ stiefermann wirkte 1977 in muschas und trini trimpops film ‚blitzkrieg bop‘ mit und arbeitete gleichzeitig als fotomodell und zusätzlich als kellner im ratinger hof, bevor er 1978 einige monate lang  bassist bei charley’s girls war. zwischen 1980 und 1982 war er außerdem sporadisches mitglied von aqua velva und teilzeitbassist bei europa. die passfotos stammen ungefähr aus dieser zeit.“

 © Franz Bielmeier, 2021

Jayne County mit Backingband PVC beim „Rock against Junk“-Festival in der Mensa der TU Berlin am 13. Dezember 1980 (abgebildet:  Jayne County und Knut Schaller), Berlin 1980 (Ausschnitt)

© Horst Blohm

„Oh my God! What was I on!!??“

© Jayne County, 2021

Passfoto von Mark Reeder, Berlin 1982

© Mark Reeder

„This photo was one of four that were initially taken for my visa for a trip to Prague. I eventually used it later for my passport.It was taken in the photo-booth at U-Bhf Kleistpark.I’m wearing a dark blue, suit from 1940’s that I bought in a second-hand shop in Schoeneberg and the Traband logo tie pin, I got from a friend in East Berlin.“

 © Mark Reeder, 2020

Sprühschablone der Band O.U.T., Berlin 1980

© Nici H.

Setlist von Sprung aus den Wolken, Berlin 1982 (?)

© Kiddy Citny

Plakat für ein Konzert von New Order im SO36 (nach dem Ende des ursprünglichen S.O.36, im Sommer 1979, wurde der Club von Hilal Kurutan unter dem Namen weitergeführt), Berlin 1981

© Design: Mark Reeder

"Concert promoters Michael Schaeumer and Michael Voigt wanted to book New Order for a gig in SO36, which through my longstanding relationship with the band, I helped them to arrange. Knowing that I had a graphic designer background, Voigt asked me if I would like to design the poster. As this was the first New Order gig in Berlin after the death of Ian Curtis, I decided to choose something appropriately dark, poignant and controversial. I thought the band would probably like the image, which I took from a memorial stamp commemorating the heroes of the first World War - Helden Gedenktag - and I converted it into a straight black & white image. As I had no possibility to set the type myself, Michael Voigt told me to just write my text on a piece of paper and he’d get the printer to set the type. It sounded safe enough. I wrote, New Order were Joy Division and the place and date, and drew a small design sketch, showing the size and style of the type and where the type should be placed in relation to my image. A week or so before the gig, I had a frantic call from a very apologetic Michael Voigt. He said he had received the posters, but there was a small error. Concerned, I asked him what had happened. He told me the printer had inadvertently forgotten an ‘i’ in the word Division, and it now read ‘New Order were Joy Divsion’. I was pretty mad about this, and thought New Order would kill me, especially after the hideous debacle surrounding the Kant Kino Joy Division poster, and I said he should make the printer correct it, and do another run, to which Voigt then confessed, that it was impossible, as he had already posted them up all around Kreuzberg. When I finally received my copy of the poster, I noticed even the typesetting was nothing like my original design concept."

 © Mark Reeder, 2020

Masterband vom White-Russia-Auftritt im Berliner Tempodrom, Berlin 1980

© Gerrit Meijer/Trevor Watkins/Uwe Hoffmann/Piers Headley

Passfoto von Michael Schäumer von P1/E, Berlin 1979

© Michael Schäumer

Druckvorlage (Collage) zur ersten LP von Abwärts, Hamburg 1980

© Frank Z.

Plakat für das Festival „Geräusche für die 80er“ in der Hamburger Markthalle, Hamburg 1979

Jenny mit ihrer Ratte („Ratten-Jenny“), Berlin Mitte der 80er

© Horst Blohm

„Das muss zu der Zeit gewesen sein, als Nina Hagen auf Ibiza geheiratet hat, wegen meiner blauen Haare …“ 

© Jenny, 2020

Flyer für ein Konzert von Unlimited Systems im S.O.36, Berlin 1980

© Ian Wright

Flyer für ein Konzert von DIN A Testbild im Plattenladen „Zensor“, Berlin 1979

© Mark Eins/Ian Wright

Masterband der Single von Vorsprung (ex-Male) auf Rondo Schallplatten, Düsseldorf 1980

© Franz Bielmeier

Plakat für das ZickZack-Festival „Lieber zu kalt als zu warm!“ in der Hamburger Markthalle, Hamburg 1981

© S. Schwabroh/A. Hilsberg

Selbst gemachter Button von den Evil Kids, Berlin 1978/79

© Evil Kids

Passfoto von Jäki Eldorado, Berlin 1977

© Jäki Eldorado

„1977 (Punk war für manche von uns seit Mitte 1976 schon bald ein Jahr alt) habe ich mich dann auch mit anderen Themen beschäftigt. Zum Beispiel Gehirnstrom als Waffe. So schauen muss man erst einmal können! Isch schwör, isch kann dich mit Blicken auslöschen, du Wurm … Kein Photoshop, aber ordentlich Schminke. Ansonsten die Klassiker: Hundehalsband aus der Tierfutterabteilung im Kaufhaus für 9,50 DM (im Gegensatz zum Fashion-Item Hundehalsband im Fachhandel für 95 DM ), gefärbte Haare und Vibrators-Badge  (gratis). Meine Gehirnströme haben dann doch nicht als Vernichtungswaffe getaugt und auf den nächsten Passfotos sah ich schon wieder etwas entspannter aus.“ 

© Jäki Eldorado, 2020

Selbst gemachtes Bandshirt von Male, Düsseldorf 1977

© Claus Ritter

Plakat für den Rondo-Sylvesterball, Düsseldorf 1979

© Franz Bielmeier

„zu den angekündigten überraschungen gehörte dieter ratloff, der als „rondo-ratte“ im blauen konfirmationsanzug (mit rondo-schriftzug auf dem rücken) den conferencier machte. das kalte buffet bestand aus selbstbelegten käsebrötchen, die das publikum sofort auffraß, um sich danach in kleinen delegationen über den hohen eintrittspreis zu beschweren. sekt gab es nur in piccoloflaschen, davon ebenfalls zu wenig.“

© Franz Bielmeier, 2020

Plakat für zwei Konzerte von Tuxedomoon im SO36 (nach dem Ende des ursprünglichen S.O.36, im Sommer 1979, wurde der Club von Hilal Kurutan unter dem Namen weitergeführt) , Berlin 1981

© Michael Schäumer

„Die Band wurde exklusiv für die Berliner Konzerte eingeflogen. Funfact am Rande: Da Photoshop damals noch nicht entwickelt war, musste das Cover meiner „No Tears“-Maxi geopfert werden, um das Bild für das Plakatmotiv auszuschneiden. Steven Brown war begeistert.“

© Michael Schäumer, 2020

„Stars aus der Steckdose“, der zweite Sampler des Cassettencombinats mit Sprung aus den Wolken, Leben & Arbeiten, Borsig Werke, Die Tödliche Doris u. a., Berlin 1981

© Kiddy Citny

Passfoto von Janie J. Jones (Peter Hein), Sänger von Charley’s Girls, der von Franz Bielmeier stranguliert wird, Düsseldorf 1977

© Peter Hein/Franz Bielmeier

„Das ist im Fotoautomaten entstanden und davon müsste es einen ganzen Streifen geben, den bestimmt Franz hat. Man sieht im Vordergrund die ‚Complete Control‘-Single von The Clash. Verwendet wurde das Bild für den Ostrich.“

© Peter Hein, 2022

Moog Prodigy, der von Susanne Kuhnke zwischen 1981 und 1984 bei der Band Malaria! gespielt wurde, Berlin 2021

© Susanne Kuhnke

Fotoabzug von Jürgen Engler, Sänger von Male, Düsseldorf 1977

© Wolf Lauenroth/n.A.p.

„Ich hatte keine Hundehalsbandzeit, ich hatte stattdessen eine dicke Kette mit Vorhängeschloss um den Hals … Ich liebte es, wenn mein Deutschlehrer, Herr Emmerich, durch die Klasse ging, sich wütend mein Vorhängeschloss griff und angewiedert sagte: ‚Rocker, Penner, Asoziale!‘ Der Generationskonflikt war ne prima Sache!“

© Jürgen Engler, 2020

Von Moritz Reichelt gestaltete Druckvorlage für den 1985 in Japan erschienenen Sampler „The Heart Of Germany“, auf dem u. a. Der Plan, Holger Hiller, Die Zimmermänner und Pyrolator vertreten sind, Düsseldorf 1985

© Moritz Reichelt

„Das war so eine PR-Idee für Ata Tak: wir sind das Herz von Deutschland. Da zeigte sich schon unsere Abkehr von der Härte und Kälte der Punk-Kultur. Aber natürlich durfte man den Kitsch nicht übertreiben – daher die medizinische Darstellung des Herzens, mit neumodischen Computer-Chips gespickt.“

© Moritz Reichelt, 2020

Fotoabzug von Gudrun Gut, Berlin 1977

© Anja Freyja

Druckvorlage für die Vorderseite der ersten LP der Deutsch-Amerikanischen Freundschaft, Düsseldorf 1979

© Frank Fenstermacher

Druckvorlage für die Rückseite der ersten LP der Deutsch-Amerikanischen Freundschaft, Düsseldorf 1979

© Frank Fenstermacher

Masterband, das für die Herstellung der Single „Fred vom Jupiter“ von Andreas Dorau & die Marinas genutzt wurde, Düsseldorf 1981

© Ata Tak/Kurt Dahlke

Kleidungsstücke, die Trini Trimpop während seiner Zeit bei den Toten Hosen getragen hat, Düsseldorf Anfang der 80er bis Anfang der 90er Jahre

© Trini Trimpop

Einer der Briefe aus der Korrespondez des Stooges-Gitarristen Ron Asheton mit Mechthild Hoppe und Harald inHülsen, Ann Arbor 1976

© Ron Asheton

Schulheft von Manon P Duursma mit Songtexten von Malaria!, Berlin 1981

© Manon P Duursma

Selbstporträt von Beate Bartel, Berlin 1983

© Beate Bartel

Von Martin Kippenberger gestaltetes Plakat mit dem Titel „1/4 Jhdt. Kippenberger als einer von Euch, unter Euch, mit Euch“, Berlin 1978

© Estate of Martin Kippenberger, Galerie Gisela Capitain, Cologne

Die wiederauferstandene Mittagspause-Gitarre von Franz Bielmeier, Düsseldorf 1978/2022

© Franz Bielmeier